Verbrennungen

Eine Verbrennung ist eine thermische Verletzung, die zu einer Gewebsschädigung führt. Diese kann durch Flammen, heisse Flüssigkeiten, Dampf, Gase, Strahlung (Sonne), heisse Stoffe oder Kontaktflächen, sowie durch die Exposition gegenüber elektrischem Strom ausgelöst werden.

Überprüft von medizinisch geschultem Personal von Mylan

  • Datum: 23.05.2019

Was versteht man unter Verbrennungsgrad 1 und 2?

Abhängig von der Höhe der Temperatur und der Dauer der Exposition kommt es zu einer Schädigung von Haut und Hautanhangsgebilden bis hin zu tiefer gelegenen Strukturen.

Verbrennung ersten Grades

Die oberflächliche Schicht der Epidermis ist betroffen. Die Haut ist gerötet und schmerzhaft, weist aber keine Blasen auf. Die Heilung erfolgt durch trockenes Abschuppen der Haut. Dies ist z.B. bei einem Sonnenbrand der Fall.

Oberflächliche Verbrennung zweiten Grades (Grad 2 a)

Die oberflächliche Haut ist betroffen, die tieferen Hautanteile sind jedoch intakt. Die Haut ist sehr schmerzhaft, nässt und weist Blasen auf, die mit einer hellen Flüssigkeit gefüllt sind.

Tiefe Verbrennung zweiten Grades (Grad 2b)

Die oberflächliche Haut und ihre tieferen Schichten (mit Hautanhangsgebilden wie z.B. Haare) sind geschädigt. Die Haut ist blass, mit Blasen bedeckt. Der Schmerz ist reduziert, Haare lassen sich leicht entfernen. Ein Arzt sollte umgehend aufgesucht werden.

Die ersten Schritte unmittelbar nach der Verbrennung

  • betroffene Person aus dem Bereich der Hitzequelle entfernen;
  • die verbrannte Stelle ca. 15 Minuten lang mit lauwarmem Wasser kühlen, um Schmerzen zu lindern und die Ausdehnung der Läsion zu begrenzen;
  • kein Eis oder Eiswasser auftragen, da dies die Haut weiter schädigen könnte;
  • Bei Verbrennungen im Gesicht oder über Gelenken sollte einen Arzt konsultiert werden.
  • Behandlung bei einer kleineren Verbrennung ersten Grades

    • ein hydroaktives Gel wie z.B. Flamigel® auf die Läsion auftragen;
    • bei Schmerzen ein schmerzstillendes Medikament einnehmen.
    • Ggfs. einen Arzt konsultieren.
  • Behandlung bei Radiodermatitis

    • Im Fall einer oberflächlichen Verbrennung (inbegriffen Strahlentherapieverbrennungen) wird die Anwendung einer beruhigenden Creme oder eines Wund- und Heilgels zum Beispiel vom Typ Flamigel® empfohlen.
    • Bei fortgeschrittener Radiodermatitis mit Sekretbildung wird empfohlen, das weitere Vorgehen zur Behandlung mit ihrem Arzt zu besprechen.
    • Die Einnahme von Schmerzmitteln kann bei starken Schmerzen angezeigt sein und sollte mit dem behandelnden Arzt abgestimmt sein.